Reisebericht
Zeitraum: September 2002
Gebucht: Coconut Village, 2 Pers. All Inclusive mit der TUI

Eigentlich hatten wir in zweierlei Hinsicht Bedenken: zum Einen war unser Anreisetag, der 11. September, ein Jahr nach dem schrecklichen Anschlag auf das WTC nicht unbedingt der ideale Zeitpunkt, eine Reise über arabisches Hoheitsgebiet anzutreten. Zum Anderen hatte man uns bereits im Reisebüro vor dem anstehenden Monsunwechsel und den damit einhergehenden Unbilden des Wetters in dieser Jahreszeit gewarnt. Nichtsdestotrotz gebot uns unser Terminkalender, die Gelegenheit wahrzunehmen.

Hatten wir zunächst erwartet, im Flughafen Frankfurt mit Maschinengewehren im Anschlag und aufwendiger Leibesvisitation kontrolliert zu werden, so stellte sich diese Sorge schnell als grundlos heraus. Nagelschere und ähnliche "scharfen Waffen" bereits in weiser Voraussicht im aufgegebenen Gepäck verstaut, konnten wir ohne große Probleme passieren. Nur bei genauem Hinsehen war zu erkennen, daß die Sicherheitsbeamten kugelsichere Westen trugen und mehr Personal mit Waffen im Anschlag als an "normalen" Tagen präsent war. Kurioserweise sollten sich die Kontrollen auf Male als wesentlich schärfer erweisen als die in Frankfurt - ob dies aus Leichtsinn oder Kostenersparnis der Fall war werden wir wohl nie erfahren.

Nach ruhigen nächtlichen 9 1/2 Stunden Flug mit einer Boeing 767-300 der Condor landeten wir sicher auf der beängstigend schmalen und für unseren Geschmack doch recht nah am Wasser gebauten Piste auf Hulhule. Die TUI Betreuung am Flughafen war sehr hilfsbereit und sofort zur Stelle, ein Kontrast zur betont unauffälligen Kollegin in Kuramathi. Auf die umfassende Durchleuchtung unseres Gepäcks und unserer Personalien folgte der Bootstransfer nach Kuramathi, der mit etwa 2 Stunden Fahrzeit zu Buche schlug. Sehr zu empfehlen ist hier die frühzeitige Anwendung von reichlich Sonnencreme, denn bereits nach den 2 Stunden Äquatorsonne auf dem Boot prangte das unübersehbar leuchtend rote Wahrzeichen der Neuankömmlinge in der Mitte unserer Gesichter.


Kuramathi selbst ist eine für maledivische Verhältnisse recht große Insel, gelegen im Rasdhoo-Atoll. Verglichen mit den anderen Atollen der Malediven ist das Rasdhoo-Atoll recht klein und besteht im Wesentlichen nur aus der Touristen-Inseln Kuramathi und Veligandhoo, der Wohninsel Rasdhoo sowie der unbewohnten Madivaru Finolhu und einer Sandbank. Mit ihren gerade mal 2.5 x 0.5 km soll Kuramathi laut unserem Reiseführer gar die Größte Insel der Malediven sein.

Untergebracht waren wir etwa in der Mitte der Anlage "Coconut Village". Es gibt insgesamt 3 administrativ getrennte Apartement-Anlagen. Die "Village" (auch "Kuramathi Village" und "Coconut Village" genannt) umfaßt die Bungalows 1-151, Die "Cottage" (auch als "Blue Lagoon Cottage" und "Cottage Club" in den Unterlagen zu finden) die Nummern 201-280 und schließlich die "Blue Lagoon" die Nummern 301-356. Bis etwa zur Nummer 16 (wenn die Erinnerung nicht trügt) sind die Bungalows Reihenbungalows aus Beton, offenbar noch aus der Zeit vor dem Umbau. Ab Nummer 17 sind es schöne Holzbungalows, die locker verstreut in der Anlage stehen. Bis etwa zur Nummer 55 sind die Bungalows uneingeschränkt zu empfehlen, ab dort mag allerdings das nachts besonders nervige konstante Brummen des Generators der Power Station empfindliche Gemüter stören, welcher wenige 100m entfernt für den Strom der Anlage sorgt. Ungeklärt blieb dagegen die Quelle des unangenehmen Geruches auf der Lagunenseite in der Nähe der Grenzen zwischen Village und Cottage Club, der ein entspanntes Sitzen vor der Haustüre je nach Windrichtung nur mit Klammer im Riechorgan erträglich machte.


Die Holz-Bungalows sind sehr schön eingerichtet, durch das fehlende Fenster nach Hinten allerdings dunkel und etwas schwierig zu lüften. Das Öffnen der Badezimmertüre und der Türe zur Freiluft-Dusche zum Erzeugen von Durchzug ist nur eingeschränkt empfehlenswert, da die nachtaktiven schwarzen Ameisen dann sofort im Bungalow umherschwärmen. Sie sind allerdings vollkommen harmlos, wie auch ihre roten Artgenossen, die bei Licht sofort direkt an der Wand einzuschlafen scheinen. Kleine und große Tierchen gibt es überall, jedoch nichts wirklich Unangenehmes. Gelegentlich hört man tags wie nachts das schmatzende Schelten der Geckos, die auf Bäumen und auch in den Kegeln der Lampen auf Insektenjagd gehen. Obwohl es Hundertfüßler und Skorpione geben soll, haben wir weder das eine noch das andere zu Gesicht bekommen. Trotzdem gilt: die Kleider vor dem Anziehen gut ausschütteln, selbiges auch bei den Schuhen. Die nachts gelegentlich über den Weg huschenden Schlangen, derer wir nur ein einziges Mal ansichtig wurden, seien harmlos, wurde uns glaubhaft versichert.


Sehr präsent, aktiv und keinesfalls harmlos waren allerdings die Moskitos. Es ist sehr zu empfehlen ein entsprechendes Netz für das Bett mitzunehmen, das man mit Hilfe der aus der Freiluft-Dusche geborgten Wäscheleine dann problemlos aufspannen kann. Auch wenn sie auf Kuramathi offenbar nicht infektiös sind (bei der von uns eingesammelten Anzahl Stiche hätten wir längst alle Krankheiten aus dem Tropenbuch bekommen müssen), brennen die Quaddeln unangenehm und jucken höllisch. Man sollte auch ein Repellent wie z.B. Autan mitnehmen, denn besonders abends und im Schatten sind die kleinen Rüsseltiere äußerst aktiv und gefräßig. Kleiner und hektischer als ihre europäischen Artgenossen sind sie schwer zu sehen und noch schwerer zu neutralisieren. Mit Autan als Spray haben wir übrigens schlechte Erfahrungen gemacht, denn es scheint ausschließlich die Warmblüter zum Husten zu bringen, die es eigentlich schützen soll. Die geflügelten Plagegeister machten bei uns nur vor einer gehörigen Portion der klebrigen Autan-Lotion Halt.

Trotz der für europäische Verhältnisse klein anmutenden Dimensionen der Insel hat man erstaunlich viel Freiraum - obgleich alle Unterbringungsmöglichkeiten belegt waren war es auf der Insel nie voll. Dies liegt zum Einen an der für Neuankömmlinge fast schon verwirrenden Architektur der wunderschönen Gartenlandschaft, deren Wege sich labyrinthartig um dichten Bewuchs schlängeln, zum anderen natürlich auch daran, daß man sich meist im Wasser aufhält und dort noch wesentlich mehr Platz ist.

Hierbei hat man zweierlei Möglichkeiten zur Auswahl: entweder das seichte Wasser der Lagune, die sich nordwärts über eine stattliche Anzahl Quadratkilometer erstreckt. Der sanft abfallende Grund besteht bis etwa 50m vom Ufer aus reinem Korallensand mit vereinzelten Korallenstöcken, bevor er bis auf ca. 50m Tiefe zum Rand des Innenriffes abfällt. Zu unserer Reisezeit war das Wasser vor allem an der Oberfläche und in der Lagune sehr reich an Plankton, das aus vielen teilweise durchscheinenden Kleinstlebewesen und deren Brut besteht. Wenngleich dies die vertikale Sicht auf etwas 5-10m und die horizontale Sicht an der Oberfläche auf etwa 3-5m reduzierte, so entschädigte die Sichtung von Manta-Rochen und anderer Planktonfressern mehr als reichlich für diesen Umstand.

Leider verhinderte der helle Vollmond die direkte Beobachtung des durch Lebewesen im Plankton erzeugten Meeresleuchtens - wir hatten dann allerdings später Gelegenheit, dieses bei einem Vortrag über Plankton zumindest beim Herumrühren im Plastikeimer zu Gesicht zu bekommen.

In der Lagune gibt es entgegen meines anfänglichen Vorurteils übrigens sehr schöne Stellen zum Schnorcheln, und man kann dort wirklich so gut wie alle Tiere aus dem Bestimmungsbuch finden. Es gelang uns sogar eine bei Tag ungewöhnliche Sichtung eines Rotfeuerfisches in etwa 3m Tiefe. Eine von Terry im Surfcenter organisierte Schnorchel-Safari für 32 US-$ p.P. ist hier wärmstens zu empfehlen. Im Gegensatz zu der 6 US-$ teureren "offiziellen" Schnorchel-Safari, die von der Meeresbiologin Alex organisiert wird und die ebenfalls sehr empfehlenswert ist, kann man hier in sehr kleinem Kreis (wir waren zu dritt) in Ruhe und mit selbst vorgegebenen Tempo an verschiedenen Orten schnorcheln.

Die andere Möglichkeit gibt es am Außenriff der Insel. Dieses ist vor allem über den Einstieg beim Siam Garden (das Thai Restaurant in der Mitte der Insel) sehr gut zu erreichen. Man sollte sich aber unbedingt an die Einstiegstafeln halten, die linksseitig der Insel an den Zugängen zum Meer aufgestellt sind. Tut man dies nicht, hat man vor allem bei Ebbe große Probleme, über den Riffkamm zu schwimmen ohne die Korallen zu zertreten oder sich zu ernstlich verletzten. Die Gezeiten-Daten sind übrigens an der Bio-Station im Palm Court per Aushang einsehbar.


Am Riff sind in regelmäßigen Abständen Fahnen aufgestellt, die vom Ufer aus gut zu sehen sind. Sie markieren die Passagen, über welche man mit ausreichender Wassertiefe den Riffkamm passieren kann. Generell sind hier ein paar Neopren-Tauschuhe sehr zu empfehlen. Flossen sind oft nur hinderlich, wirbeln beim Schnocheln zuviel Sediment auf und man kann leicht die empfindlichen Korallen verletzen. Ein Bleigürtel ist zum Freitauchen sehr praktisch, allerdings haben wir nicht nachgefragt ob dieser vor Ort auch ausgeliehen werden kann. Die Strömung am Außenriff variiert von Tag zu Tag, man sollte es zunächst testen, um zu sehen in welcher Richtung man sich treiben lassen kann. Sie ist allerdings nie so stark, daß man nicht auch gegen die Strömung schwimmen könnte. Driftet man nun langsam über den Riffrand, spürt man sofort die Tiefe mit ihrer kühlen Strömung und es wird einem zum ersten Mal bewußt, wie warm das Wasser auf der anderen Seite und im Flachwasserbereich ist. Überwältigend ist auch das Gefühl, man würde in die Tiefe die sich so plötzlich unter einem auftut hinabgezogen. Dennoch ist man sicher, schwebt wie ein Vogel über den Grand Canyon und wird alsbald von neugierigen Fischen in Augenschein genommen.


Das Außenriff bietet ein etwas trauriges Bild. Etwa 5% der Korallen sind noch am Leben, der Rest wurde bereits durch El Niño und die damit einhergehenden lokalen Erwärmungen dahingerafft. Anhand der verbliebenen Strukturen kann man sich ein Bild davon machen, wie das Riff in den 80er und 90er Jahren ausgesehen haben muß. Trotzdem ist es stets lohnend, dort zu schnorcheln. Was die Welt der Polypen nicht mehr bietet, wird mehr als wett gemacht durch den Fischreichtum und die Artenvielfalt, die man dort findet. In der Nähe der Sandbank im Westen der Insel kann man auch gegen Abend Stachelrochen und kleine bis mittelgroße Haie zu Gesicht bekommen. Die Stachelrochen werden überdies jeden Abend um 18 Uhr am Steg der Blue Lagoon von Hand gefüttert. Diese von uns scherzhaft "Pfannkuchenfütterung" genannte Attraktion empfiehlt sich nicht zur Nachahmung, ist aber recht spannend anzusehen. Die Haie an der Sandbank sind meist Schwarzspitzen-Riffhai-Babys von etwa 30-60cm Länge, die dort in Gruppen von etwa 8 Tieren auf Jagd gehen. Auch wenn diese harmlos sind und mehr Angst vor den Menschen haben als diese vor ihnen, sollte man beim Waten im seichten Wasser auch ab und zu mal einen Blick nach hinten werfen. Der größte von uns dort beobachtet Hai war etwa 1,5m groß und offenbar Einzelgänger.

Ein echtes Muß für jeden Kuramathi-Besucher ist ein Ausflug zu der Insel Fesdhoo und ihrer sehenswerten Umgebung, die man als Tagestour "Island Hopping" an der Rezeption buchen kann. Durch eine besonders kühle Meeresströmung in diesem Teil des Ari-Atolls ist Fesdhoo und die Umgebung vom Korallensterben verschont geblieben und es eröffnet sich ein wahrhaft atemberaubender Einblick in die Unterwasserwelt. Allerdings kann es durchaus sein, daß man anschließend keine Freude mehr am Hausriff hat, es ist also ratsam, diesen Trip erst gegen Ende des Urlaubes einzuplanen.


Meiner Meinung nach völlig sparen kann man sich dagegen die "Rasdhoo Shopping"-Tour, die bei unserer "all inclusive" Reisekonfiguration nichts extra kostete. Mit einem Dhoni setzt man über auf die kleine Wohninsel Rashoo, die man als Tourist mit mehr als nur einem schlechten Gewissen ob der teilweise erschütternden Zustände dort und nach einem Spießrutenlauf zwischen umsatzgierigen Händlern und Warenauslagen von zweifelhaft lokaler Herkunft nach ein paar Stunden wieder verläßt. Alle Artikel sind zunächst einmal extrem überteuert, wenn man also etwas kauft sollte man zuvor in jedem Fall handeln. Vom Kauf von Muscheln und Schnecken sollte man generell absehen, denn diese gehören ans Riff und in den Indik und nicht in den Koffer. Obgleich sich über Geschmack bekanntlich streiten läßt, haben wir in Rasdhoo nichts gesehen, was den Ausflug wirklich lohnenswert gemacht hätte. Stattdessen bekamen wir einen im negativen Sinne eindrucksvollen Einblick in die soziale Hierarchie der Bevölkerung. Ein Großteil von ihnen arbeitet auf Kuramathi in einer der Touristen-Einrichtungen und mehr als nur einmal bekamen wir bei dezenten Anfragen Geschichten über die Arbeitssituation auf Kuramathi zu hören, die jeden Menschenrechtler hellhörig werden lassen müßte. Ob diese nun zutreffend sind oder nicht - Freizeit scheint es beim Personal auf Kuramathi nicht zu geben, die Gesichter wechselten in unserem zweiwöchentlichen Aufenthalt nicht ein einziges Mal.

Das Personal wie auch das Haruge-Restaurant sind auf Kuramathi exzellent, sowohl von den Speisen als auch vom Service. Im Haruge gibt es für die Bewohner der Coconut Village Frühstück (7:30-10:00 Uhr), Mittagessen (12:30-14:00) und Abendmahl (19:30-21:30). Von Tag zu Tag wechseln die Alternativen beim Essen zwischen minimalem Buffet und Menu und großem, manchmal auch thematischem Buffet beim Mittagessen oder beim doch relativ späten Abendessen. Die auffällige Anzahl italienischer Gäste zeichnet sich sicher auch für die teilweise stark Pasta-und-Pizza-lastige Küche verantwortlich. Dennoch gab es auch Abende mit maledivischem Buffet und einen indischen Tandori Abend, beides von exzellentem Standard. Fisch gab es zu jeder Mahlzeit, sogar zum Frühstück, unnötig zu erwähnen daß die Fischküche frisch und von bester Qualität ist. Der Service im Restaurant ist ebenfalls sehr gut, das englisch- und oft auch italienischsprachige Personal ist geschult und sehr aufmerksam, zeigt sich sehr besorgt um das Wohlbefinden und ehrlich interessiert an den Erlebnissen des Tages. Auch über grobe Schnitzer wird gelassen hinweggesehen, wie beispielsweise die ernstgemeinte Frage unserer englischen Nachbarn, ob sie denn bei sich zuhause an Weihnachten auch Christbäume hätten. Wir sind dort außerdem mit einem Trinkgeld von etwa 10 US-$/Woche ausgezeichnet zurechtgekommen.

Vermeidet man im Allgemeinen besser den Konsum von Eis und Salaten in Ländern unklarer hygienischer Küchenzustände, so kann man hier Entwarnung geben: unsere verhätschelten europäischen Mägen vertrugen alles ohne Protest, wenngleich manche maledivische Nachspeise eher an Golfzubehör (ausgebackene, neutral süß-pappig schmeckende Teigbällchen wie etwa das indische "Burfi") oder aber an farblich interessante Kombinationen aus Marshmallows und Tapetenkleister erinnert.

Für den Roomservice muß man an dieser Stelle unbedingt eine Lanze brechen: unauffällig und zuverlässig waren unsere Betten gemacht, das mitgebrachte Moskitonetz professionell gespannt und saubere Hand- und Strandtücher bereitgelegt. Sogar der Geburtstag wurde nicht vergessen: das Bett mit Blüten geschmückt und mit Kokosreisig "Happy Birthday" drapiert - so einen guten Service habe ich hierzulande bislang auch in wesentlich teureren Hotels noch nicht erlebt.

Das Wetter verhielt sich im wesentlichen freundlich, nur die letzten 2 1/2 Tage goß es wie aus Eimern. Laut der Wetterberichte im Internet hielt das schlechte Wetter auch nach unserer Abreise weiter an. Erklärt wurde uns dies durch den Monsunwechsel und durch die Tatsache, daß es vor unserer Anreise 3 Wochen nicht geregnet hatte. Wie dem auch sei, konstatieren kann man daß das Wetter in dieser Zeit doch eher wechselhaft ist. Die Coconut Village Bungalows sind übrigens mit überdimensionalen Regenschirmen bestückt. Wehe dem, der es den anderen ahnungslosen Touristen gleichtut und seinen Schirm am Eingang des Haruge-Restaurants zum Essen abstellt. Der Glaube an das Gute im Menschen wird belohnt durch eine schutzlose Dusche, die man angesichts des entwendeten Klappdaches unfreiwillig genießen wird.


Zum Schluß noch ein Plädoyer für die putzigen Einsiedlerkrebschen, die überall auf der Insel herumkrabbeln und die sich bei der Annäherung schnell in ihre Schneckenschale zurückziehen: die Schalen der Schnecken, die überall am Strand zu finden sind sollte man auch unbedingt dort belassen. So schön sie sich auf dem IKEA-Baderegal machen: Man entzieht damit den kleinen Krabblern ihre zukünftige Behausung und sie sind gezwungen, es sich in ungeeigneten Dosen und anderen Abfällen "gemütlich" zu machen. Ein mitleiderregendes Bild, von dem sich jeder an der Biostation oder der Rezeption auf der Insel, an welchen entsprechend illustrierte Hinweise aushängen, selbst ein Bild machen kann.

Gebeten wird man auch um eine Meldung bei der Sichtung von Delphinen, die zu unserer Zeit fast alle 2 Tage um Kuramathi herum zu beobachten waren. Die aus Wien stammende sehr hilfsbereite Meeresbiologin Alex, die beim Palm Court ihre Station unterhält und dort auch viele interessante Vorträge zum Besten gibt ist nie um eine kompetente Antwort verlegen, sollte man mal Merkwürdiges oder Ungewöhnliches sehen oder finden. Da sie immer für ein halbes Jahr auf der Insel verweilt ist sie übrigens sehr dankbar für ein kleines kulinarisches Mitbringsel aus der fernen Heimat - sei es ein gutes Stück Käse, ein solides Schwarzbrot oder auch nur eine Tafel Schokolade…


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